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Neuigkeiten aus den Pfarrgemeinden
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Hab Mut - steh auf!
Der 104.
Katholikentag
vom 13.-17. Mai 2026
in Würzburg
Endlich - Anfang März
- war das Programm für den
diesjährigen Katholikentag gekommen. Und es bot wirklich
viel - gut 900 Veranstaltungen auf über 300 Seiten, von
der Meditation bis zum Heavy-Metal-Gottesdienst, von der
Podiumsdiskussion mit dem Bundeskanzler über Bibliolog
bis zum Kirchenkabarett. Aus dieser Vielfalt eine
persönliche Auswahl zu treffen kostete etwas Zeit, aber
mit Hilfe der Katholikentagsapp gelang dies recht gut. |
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Wo ist die nächste
(Glaubens-)Tankstelle? Um diese Frage ging es in
einem Workshop mit Erzbischof Dr. Bentz aus Paderborn.
Er zeigte auf, dass es angesichts des gravierenden
Rückgangs von Priestern, aber auch von Gläubigen, im
Erzbistum notwendig werde, die bisher knapp 600
Pfarreien der 21 Dekanate zu künftig nur noch 21
Großpfarreien zusammenzufassen.
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Dass dies bei
vielen Ängste und Sorgen auslöse, sei ihm bewusst, sagte
Dr. Bentz, er sehe darin aber auch Chancen für neue
Gestaltungsmöglichkeiten. |
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Die Zukunft der Frauen in der
katholischen Kirche Beim Podiumsgespräch
"Gott, Gender, Gerechtigkeit: Frauen in der Weltkirche"
berichtete Prof. Dr. Margit Eckhold, eine Dogmatikerin
aus Osnabrück, dass es im 1. Jahrtausend bereits
geweihte Diakoninnen gab. Über das Diakonat für Frauen
seien bei der Weltsynode 2023/2024 viele Gespräche
geführt worden, und zwei Abschlussdokumente würden zu
diesem Thema schon Fortschritte beinhalten.
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Weihbischof Ludger Schepers aus
Essen sagte wörtlich: "Mich zerreißt es, dass es keine
echte Gleichberechtigung gibt!" Und: "Wir haben kein
Erkenntnisproblem, wir haben ein Handlungsproblem." Sr.
Nirmalini Nazareth, Generaloberin der Apostolic Carmel
Sisters in Bangalore, beschrieb die indischen Frauen als
unendlich geduldig. Aber sie kämpfe dafür, dass auch in
ihrer Heimat die Ordensschwestern mehr Mut haben. Sie
appelliere unermüdlich an ihre Mitschwestern: "Wartet
nicht, bis ihr ein Zertifikat bekommt! Lebt die Power in
euch, ihr habt sie von Gott bekommen!" |
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Wie politisch muss die Kirche sein?
Zu diesem Thema diskutierten Ralph Brinkhaus, früherer
Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Anne
Gidion, Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen
Kirche in Deutschland, die christliche Sozialethikerin
Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins sowie Kardinal
Reinhard Marx. Einerseits werde immer wieder von
politischer Seite bestritten, dass die Kirche das Recht
habe, sich auch zu politischen Fragen zu äußern.
Andererseits dürfe die Kirche nicht schweigen, wenn
Grundwerte unseres Zusammenlebens bedroht sind.
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Diese unterschiedlichen
Positionen traten vor allem in den Beiträgen von Ralph
Brinkhaus und Kardinal Marx zu Tage. Dem Hinweis von
Kardinal Marx, es sei doch bemerkenswert, dass gerade
auch die Kirchen heute eine gewichtige Stimme für den
Erhalt unserer freiheitlichen Demokratie seien, wurde
entgegengehalten, dass die Katholische Kirche intern
demokratische Strukturen vermissen lasse. |
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Bischof Jung und Ricarda Lang beim
biblischen Dialog Rund 1200
Interessierte versammelten sich, als der
Würzburger Bischof Jung und die ehemalige
Co-Vorsitzende der Grünen die Bibelstelle von
der Heilung des blinden Bartimäus auslegten.
Beide hatten unterschiedliche
Herangehensweisen an die Bibelstelle - das war
spannend!
Und beide Deutungen arbeiteten
überzeugend heraus, was diese Stelle aus dem
Markusevangelium uns in der heutigen Zeit sagen
möchte.
Tiefen Respekt empfanden wir, als
wir erfuhren, dass Bischof Jung einmal im Monat
ehrenamtlich einen Tag bei der Bahnhofsmission
mitarbeitet. |
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Mit Spannung erwartet: der neue Vorsitzende der
Deutschen Bischofskonferenz Bischof Dr.
Heiner Wilmer ist seit dem 24. Februar 2026 als
Nachfolger von Bischof Bätzing Vorsitzender der
Deutschen Bischofskonferenz. Natürlich waren wir
neugierig ihn zu hören.
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In einem Gespräch mit Dr. Irme
Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der
deutschen Katholiken, äußerte er sich zu der Frage
"Synodaler Weg Quo Vadis?" durchaus optimistisch. Er
habe die Hoffnung, dass es gelingen werde, wieder alle
deutschen Bischöfe zu einer gemeinsamen Haltung zum
Synodalen Weg zusammen zu führen. Ebenso sehe er dem
noch laufenden Abstimmungsprozess mit dem Vatikan mit
Zuversicht entgegen. Allerdings blieb offen, wie er
persönlich sich die Zukunft des Synodalen Wegs in
Deutschland konkret vorstellt. |
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Eine Gala
besonderer Art Für den Samstagabend
hatten wir uns ein besonderes Event vorgemerkt:
die Kirchenkabarettgala in der Neubaukirche.
Obwohl wir fast 1½ Stunden vor
Veranstaltungsbeginn vor Ort waren, hatten wir
gerade noch einen Platz im Kirchenraum bekommen.
Die lange Wartezeit hatte sich gelohnt, es gab
ein kabarettistisches Feuerwerk vom Feinsten.
Sieben Kabarettisten und Gruppen brachten
mit Songs, Gedichten und Geschichten rund um das
Thema "Kirche" die Zuhörer zwei Stunden lang zum
Lachen und zu Beifallsstürmen.
Für uns
war es eine besondere Freude, dass unter den
Akteuren auch eine Kabarettistin aus Geltendorf
war, die evangelische Religionslehrerin Renate
Kühn. |
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Abschluss und Einladung nach Paderborn Strahlender Sonnenschein auf dem Residenzplatz in
Würzburg - ein herrlicher Rahmen für den
Schlussgottesdienst unter dem Motto "Hab Mut, steh auf -
und geh!".
Für uns und viele tausend andere Menschen ein
wundervolles Erlebnis! Dr. Katrin Brockmöller,
Direktorin des Kath. Bibelwerks, verstand es, in ihrer
Auslegung der 1. Lesung auf die durchaus gewichtige
Funktion von Frauen in der Urkirche hinzuweisen - ohne
dies ausdrücklich zu sagen lag darin ein klarer Appell
an die Kirche von heute. |
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Beeindruckt hatten auch die Worte von Bischof Dr. Wilmer
in seiner Predigt, deren Kernaussage der Aufruf war: "Die Welt brennt, aber sie
ist nicht verloren. (. . . ) Wartet nicht, zögert nicht,
schaut hin, packt an, geht los, habt Mut!"
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In den Schlussworten lud der
Paderborner Erzbischof Dr. Bentz herzlich ein zum 105.
Katholikentag, der vom 24. bis 28. Mai 2028 in Paderborn
stattfinden wird.
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Unser Fazit Ja, es waren vier anstrengende, dicht mit
Programmpunkten angefüllte Tage. Ja, Unterkunft,
Verpflegung und die Dauerkarte kosteten Geld, aber: Die
Fülle der Informationen, Anregungen, Denkanstöße, die
Möglichkeit, viele interessante Persönlichkeiten einmal
live zu erleben, ein vielfältiges künstlerisches
Rahmenprogramm, vor allem aber eine wunderbare,
hilfsbereite und fröhliche Gemeinschaft zu erleben, in
den großen Gottesdiensten genauso wie abends an der
Bushaltestelle, das war Mühen und Aufwand auf jeden Fall
wert.
Wir konnten in Würzburg viel Hoffnung und Kraft
schöpfen. Paderborn 2028? Wir werden kommen!
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Dieser Beitrag ist eine gekürzte Zusammenfassung der aus
unserer Sicht interessantesten Themen.
Unseren ausführlichen Bericht können Sie hier lesen.
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Text und Bilder: Gabriele und Stefan Graf
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