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Neuigkeiten aus den Pfarrgemeinden


Eine große Überraschung zum Palmsonntag

Der Palmsonntag am 29. März 2026 in Geltendorf war ein besonderer Palmsonntag!

Der Geltendorfer Kirchenrestaurator und Kirchenmaler Albert Höpfl hat einen neuen Palmesel geschaffen!

Rechtzeitig zum diesjährigen Palmsonntag war sein Kunstwerk fertig und konnte in die Pfarrkirche einziehen.

Die Überraschung der Kirchenbesucher und Bewunderung für den Palmesel waren groß!


Aber alles der Reihe nach...

Die Geschichte zu einem neuen Palmesel begann vor einigen Jahren, als unsere Mesnerin Ottilie Baur im Pfarrgemeinderat im April 2019 die Frage stellte, ob wir zukünftig denn wieder einen Palmesel brauchen oder wollen.

Der bisherige Palmesel aus leichtem Styropor ist nämlich über viele Jahre "sehr gealtert" und hat im Lauf der Zeit einige Blessuren und "kleine Unfälle" erlitten.

Und irgendwann konnte Albert Höpfl diese Schäden auch nicht mehr sinnvoll ausbessern oder durch "kosmetische Aufwertung" überdecken.

Der Palmesel verschwand mehr und mehr aus dem Bewusstsein, die Palmsonntagsprozession fand des öfteren auch ohne Palmesel statt.

Im Oktober 2024 fanden wir den Palmesel in der Gartenhütte im Pfarrgarten in einem sehr unansehnlichen Zustand vor.


Da wurde endgültig klar:
Ein neuer Palmesel wäre schon schön...


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Können wir einen schönen Palmesel kaufen?
Diese Frage war ziemlich schnell mit "nein" beantwortet.
Und wie schon oft in der Vergangenheit: Es kam die Idee auf, Albert Höpfl zu fragen, ob er sich vorstellen könnte, einen Palmesel zu schaffen.

Michaela Hanakam sprach ihn also im Herbst 2024 darauf an, beide begutachteten den alten Esel in der Gartenhütte - und Herr Höpfl konnte sich das gut vorstellen...

Er stellte sogar in Aussicht, das er das Projekt evtl. bis zum Palm-sonntag 2026 fertig stellen könnte.

Der Palmesel sollte leicht werden, so dass Kinder ihn auch tragen können. Natürlich müssen daher erst die grundsätzliche Machbarkeit, das richtige Material und der Kostenrahmen überlegt und geklärt werden.

Die Kirchenverwaltung unterstützte das Vorhaben und der Frauenbund Geltendorf sagte eine großzügige finanzielle Unterstützung zu.

Am 19. Januar 2025 zeigte uns Herr Höpfl im Pfarrheim sein erstes Mini-Palmesel-Modell.

Das war der Startschuss!


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Der alte Palmesel wurde in die Werkstatt gebracht als Muster bzw. Anhaltspunkt für Proportionen und Größe für die neue Figur.


Im Gegensatz zum alten Palmesel sollte die Jesus-Figur auf dem neuen "richtig" sitzen und nicht seitwärts. Die Farbgestaltung sollte auch heller und freundlicher werden.


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Albert Höpfl machte einige Studien zur Proportion von Mensch und Tier, zur Körperhaltung und Gangart des Esels, zur Sitzposition der Jesus-Figur, zum Faltenwurf des Gewands und vielen anderen Details.



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Er zeichnete verschiedene Skizzen z.B. die Haltung der Hände, um die am besten passende Variante zu finden.



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Als Material wählte Albert Höpfl stabile 120 mm dicke Dämmstoffplatten, die normalerweise im Hausbau zur Außendämmung verwendet werden. Den Grundblock bilden drei dieser Platten, die in der Furnierpresse (bei Josef Pils) miteinander großflächig verklebt wurden. Seitlich kamen noch je eine 100 mm dicke Platte dazu, um den dreidimensionalen Eindruck zu verbessern.


Dieser große "Dämmstoff-Klotz" war dann der Ausgangspunkt für die eigentliche bild-hauerische Herausarbeitung der gesamten Palmesel-Figur.


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Mit Fuchsschwanz-Säge, Messer, Raspel und viel Geduld ging Herr Höpfl ans Werk und arbeitete sich Schritt für Schritt durch das (zähe) Material, zuerst in groben Zügen, dann in immer feineren Schritten...



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Große Brocken und kleinste Brösel - dass dabei eine ziemliche Menge an "Abfall" entstand, versteht sich von selbst.



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Was soll die Jesus-Figur bekommen?
Einen Heiligenschein oder große Strahlen?
Die Entscheidung fiel auf drei geschnitzte Strahlen...



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... die auf einer dünnen Sperrholzplatte befestigt werden. Die Platte wird dann in einen ziemlich unsichtbaren Schlitz im Kopf eingeschoben.


Das Bild zeigt aber nur ein erstes geschnitztes Muster - die endgültigen gold-farbenen Strahlen sind viel breiter, aufgefächerter und schöner.


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Die richtigen Farben und Farbtöne zu finden ist eine Kunst für sich.
Auf einem Stück Dämmstoff probierte Albert Höpfl verschiedene Farbmuster, um ein Gefühl für das spätere farbliche Zusammenspiel zu bekommen.



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Mehrmals bemalte er Teile der Palmesel-Figur, bis alles stimmig und er selbst damit zufrieden war.



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In der Woche vor dem Palmsonntag: Endspurt!
Der Palmesel ist fertig geworden!
Wir hätten es nicht für möglich gehalten!

Drei Bilder ohne große Worte...



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Jetzt müssen nur noch die goldenen Strahlen eingesetzt werden.


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Palmsonntag !

Rechtzeitig zum Palmsonntagsgottesdienst stand der Palmesel in der Pfarrkirche "Zu den Hl. Engeln". Das Wetter war leider schlecht, so dass die Statio in der Kirche war und es nur eine kleine "Palmprozession" in der Kirche gab.



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Der Palmesel ist sehr empfindlich und beim Tragen muss auf die Balance geachtet werden. Weil die Zeit zum "Üben" mit Kindern oder Ministranten vor dem Gottesdienst zu knapp war, haben wir uns entschieden, dass diesmal, also beim erstenmal, zwei Erwachsene den Palmesel tragen sollen.


Nächstes Jahr sollen dann aber auf alle Fälle wieder Kinder den Palmesel tragen dürfen...


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Lieber Albert,

der neue Palmesel ist ein Meisterwerk geworden!

Wir freuen uns riesig, dass dir ein so schönes Kunstwerk gelungen ist.

Vielen herzlichen Dank an dich und natürlich auch an deinen Sohn Michael,

der dich tatkräftig bei verschiedenen Arbeiten unterstützt hat!



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Ein großes Vergelts Gott an den

Geltendorfer Frauenbund für die

großzügige Übernahme der

Kosten.


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Der Palmesel ist sehr filigran gearbeitet und daher auch sehr empfindlich.

Damit er übers Jahr immer gut geschützt ist, hat er bereits einen eigenen "Stall" bekommen.


Ein großes Dankeschön an Hermann Schuster, Josef Drexl und Siegmund Heigl von der Kirchenverwaltung, die tatkräftig mitgeholfen haben, dass bereits zwei Wochen nach dem Palmsonntag der "Stall" schon fertig war.



Text und Bilder: Hans Mayr



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