Pfarreien Geltendorf, Kaltenberg, Hausen Federzeichnung St. Stephan / Hl.Engel (gez. von A. Höpfl)
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  Rorate-Messen in der Adventzeit

Mit Rorate wird im katholischen Festjahr eine adventliche Morgenmesse bezeichnet. Diese Messe beginnt immer mit dem Eröffnungsvers:
 
 
 

Rorate caeli desuper

"Tauet, Himmel, von oben"

(Jesaja 45,8)

 

Bildquelle: www.musikland-tirol.at

 
 
Der Rorate-Ruf artikuliert die sehnsüchtige Erwartung des Volkes Gottes, das die zweite Ankunft des Herrn in Herrlichkeit erwartet. Rorate bezeichnet insofern gleichsam die Grundgestalt der Adventzeit als einer Zeit der Vorbereitung auf das Kommen des Herrn.

Weil während der Rorate-Messe das Evangelium von der Verkündigung des Herrn durch den Engel Gabriel verlesen wird, bezeichnet/e man die Messe auch als Engelamt.

 
 


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  Lateinischer Text und deutsche Übersetzung:
 
 
 
Rorate caeli, desuper, et nubes pluant justum: aperiatur terra, et germinet Salvatorem.

Tauet Himmel, von oben, ihr Wolken, regnet den Gerechten: Es öffne sich die Erde und sprosse den Heiland hervor.

 

Bildquelle: www.christusrex.org

 
 
Ein paar Stichworte zur Geschichte:

(Quelle: www.brauchtumsseiten.de)

In Bayern sind Rorate-Ämter seit dem Ende des 15. Jahrhunderts nachzuweisen. Rorate-Ämter waren beim Volk sehr beliebt und wurden meist vor ausgesetztem Allerheiligsten zelebriert. Sie waren so beliebt, dass die Ämter schon lange im voraus bestellt wurden. Oft wurden hochdotierte Stiftungen gemacht, um sich des besonderen Segens dieser Ämter zu vergewissern. Geistliche klagten, dass bei der geringen Anzahl der Adventtage nicht mehr Messen gefeiert werden konnten (kraft päpstlicher Verfügung war nur die einmalige Zelebration am Tage erlaubt und zwar am frühen Morgen), und sie haben wohl nicht selten "angestückt", d.h. solche Messen noch in der Weihnachtszeit (nach-) gefeiert.

Mit besonderer Feierlichkeit beging man die Rorate-Ämter vom 17. - 24. Dezember und die Messe am Quatember-Mittwoch der Adventzeit, die sogenannte "Goldene Messe". Diese war so bedeutend, dass gelegentlich die Rorate-Messe überhaupt den Namen der "gulden mehs" erhielt.
 

 
 
 Das Rorate-Amt wurde ursprünglich als Frühmesse an allen Werktagen im Advent zu Ehren der Gottesmutter Maria gefeiert, zu der alle mit Kerzen in die dunkle Kirche kamen.
Auch heute wird kein elektrisches Licht verwendet, es gibt nur Kerzenlicht!

Bildquelle: www.ps-unnergoms.ch

 
 
 


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  Vieles mag zur Beliebtheit solcher Gottesdienste beigetragen haben:
  • Das Fest der Weihnacht war besonders beliebt. Gott kam dem Volk selten so nahe, wie in den Festtagen der Christgeburt. So diente die Feier der Rorate-Ämter zur besonderen Vorbereitung auf das Fest.
     
  • Frommer Glaube (der nie ganz frei von magischen Vorstellungen ist) schrieb diesen Ämtern eine besondere Segenskraft zu, sowohl für die Familie, für die Lebenden und die Toten, als auch für Hof, Stall und Vieh. Auch Fruchtbarkeit für das kommende Jahr versprach man sich von der würdig ausgestalteten Feier.
     
  • Sicher haben auch die gemüthaften Elemente eine große Rolle gespielt: Der Gang zum Amt bei oft klirrender Kälte mit tiefem Schnee; das warme lebendige Licht, das allein den Kirchenraum erhellte; die schlichten Weisen der adventlichen Lieder.

 

 
 

Schon bald wurden die Rorate-Ämter durch Spiele und szenische Darstellungen bereichert, die im Mittelalter und vor allem in der Barockzeit besonders beliebt waren. Dem meist leseunkundigen Volk wurden die Heilswahrheiten spielend vor Augen geführt - gespielte Armenbibeln.

Die bildhaften Szenen der Kindheitsgeschichte Jesu (Verkündigung, Herbergssuche) haben zu solcher szenischer Gestaltung eingeladen. Zu den ältesten Spielen der Adventzeit (11. Jhdt.) gehört das Schauspiel von den "klugen und törichten Jungfrauen". Das Spiel verband die adventliche Erwartung hier und heute (und die Bereitschaft für sein Kommen) mit der Erwartung des Kommens Christi in Herrlichkeit.

 

Bildquelle: www.kirchen.net

 
 
Kommen Sie in der Adventzeit auch zur Rorate-Messe!

Nehmen Sie sich Zeit, "opfern" Sie die frühe Morgenstunde für den Gang zum Gottesdienst. Gönnen Sie sich eine, wenn auch nur kurze Auszeit aus der vorweihnachtlichen Hektik. Sie werden gestärkt in den Alltag entlassen und bereiten sich so auf das bevorstehende Weihnachtsfest, die Geburt Christi vor.

Und - nehmen Sie eine Kerze mit !

 
 
Die genauen Termine entnehmen Sie bitte dem aktuellen Gottesdienstanzeiger oder der Terminübersicht!
 
 


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