Pfarreien Geltendorf, Kaltenberg, Hausen Federzeichnung St. Stephan / Hl.Engel (gez. von A. Höpfl)
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Neuigkeiten aus den Pfarrgemeinden


Vortrag beim Seniorenclub über den "Lechrain"

Der Lechrain - das alte Grenzland zu Bayern und Schwaben - ist nicht so bekannt, aber Geltendorf gehört zum Lechrain.
Der Name Lechrain verdeutlicht die Grenzfunktion dieser Region zwischen Bayern und Schwaben. Rain bedeutet Grenze oder Land auf beiden Seiten des Lechs. Der Lechrain erstreckt sich als ein bis zu 20 km breiter Streifen zwischen Rain am Lech und dem Ammergebirge am Lech entlang.


Der Lechrainer Johann Georg von Lori (1723 – 1786)  hat 1765 die "Geschichte des Lechrains" verfasst und Karl Freiherr von Leoprechting hat in  seinem Buch "Aus dem Lechrain" Sagen vom Lechrain aufgeschrieben.
1523 hat der Bayerische Geschichtsschreiber Johann Thurmaier die Lechrainer erstmals erwähnt. Sie sind ein keltischer Stamm und wurden "Likatier" genannt.
Mit dem Buch "Der Lechrain" hat Prof. Pankraz Fried (1931 – 2013) eine Liebeserklärung an den Lechrain verfasst.


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Joseph Friedrich Lentner (1814 – 1852) hatte vom König den Auftrag, alle bayerischen Landschaften zu beschreiben.
Er schreibt über die Lechrainer: sie seien kräftig, nicht plump, wohlgebildet, lernen leicht, sind praktisch veranlagt. Ihre Bildung war besser als in Oberbayern. Grund für die Bildung waren die Klöster. Die Schwaben waren Bürger, die Bayern Untertanen.



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Die Mundart hat starke schwäbische Einflüsse.
Im Lechrain haben Jahrhunderte lang schwäbische Pfarrer gepredigt und die Menschen haben die Sprache übernommen.
Die Bayerischen Beamten haben die Menschen wenig gesehen.
Die Lechrainer haben sich den Schwaben angeschlossen, sie waren mehr von Augsburg als von München geprägt.

So hat sich ihre Sprache herausgebildet.


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Leider stirbt der Lechrainer Dialekt aus und kann nicht mehr gerettet werden.

Eine Sprache lebt vom Sprechen. Der Dialekt wird meist nur noch von älteren Menschen gesprochen.

Herr Dr. Thurner gab mehrere Kostproben des Lechrainer Dialekts, was den Senioren großen Spaß bereitete:

Beispiele:
   Wosser - Wasser
   Meller oder Mellin - Mädchen
   Schuach - Schuhe
   Zecha - Zehen
   Dörfla - Dorf
   Häfala - Haferl
   enck - euch
   ais - ihr.


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Es gibt keine einheitliche Tracht und auch keine einheitliche Gebäudeform für den Lechrain.

Wünschenswert wäre ein "Lechrain Museum", um aufzuzeigen, was diese Gegend so einzigartig macht.


Wir bedanken uns bei Herrn Dr. Thurner ganz herzlich für seine interessanten Ausführungen.

Annemarie Dörfler, Annemarie Rothmayer, Marianne Donhauser



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